Das Arbeitsrecht und der Profifussball.

BAG v. 16.01.2018 – 7 AZR 312/16

Befristete Arbeitsverträge im Profifußball

und die „Eigenart“ der Arbeitsleistung

Der Fall:

Ein Profifußballer, der in einem Verein der 1. Bundesliga zunächst 3 Jahre und nach einer Vertragsverlängerung noch einmal 2 Jahre, insgesamt also 5 Jahre befristet beschäftigt war, klagt auf Unwirksamkeit der Befristung.

Die Entscheidung:

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass die Befristung wegen der Eigenart der Arbeitsleistung wirksam sei. Von einem Lizenzspieler werden im kommerzialisierten und öffentlichkeitsgeprägten Spitzenfußball sportliche Höchstleistungen erwartet und geschuldet. Solche Höchstleistungen können aber naturgemäß weder dauerhaft noch bis zum Rentenalter erbracht werden. Daher weist die Arbeitsleistung eine Besonderheit auf, aus der sich ein berechtigtes Interesse an der Befristung des Arbeitsverhältnisses ergibt.

Mein Fazit:

Strammer Schuss – aber daneben.

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